Bei Durchblutungsstörungen ist die Sauerstoffversorgung des Körpers eingeschränkt.
Oft sind die Arterien der Beine betroffen, die bei Rauchern, Diabetikern oder Patienten mit Bluthochdruck verengt sind. Unterhalb der Engstelle wird das Bein schlechter mit Sauerstoff versorgt.
Wenn die Muskeln nicht ausreichend durchblutet werden, kommt es zu Schmerzen in den Beinen, v.a. bei erhöhtem Sauerstoffbedarf unter Belastung, also beim Gehen.
Neben der Behandlung der Ursachen, also Einstellen des Rauchens, Behandlung von Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck ist ein gezieltes Gehtraining Grundlage der Therapie.
Zunächst ermittelt man die Gehstrecke, die schmerzfrei zurückgelegt werden kann.
Danach wird eine Trainingsstrecke festgelegt, die relativ schnell und oft gegangen werden soll.
Dabei soll die Schmerzgrenze nicht erreicht werden. Deshalb liegt die Trainingsstrecke bei ca. 2/3 der Teststrecke. Dieser Weg soll drei- bis fünfmal täglich jeweils dreimal hintereinander zurückgelegt werden, jeweils unterbrochen von jeweils 3 Minuten Pause.
Während des Trainings dürfen auf keinen Fall Schmerzen auftreten, da es sonst zu einer Gewebeschädigung kommen könnte.
Mit Hilfe eines solchen Trainings werden die Beinarterien besser durchblutet, eine Kontrolle nach einigen Wochen zeigt im allgemeinen eine Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke.
Dr. Jutta Dick, Wallerfangen