Immer mehr „Zeckengebiete“
Bereits dann, wenn die Nachttemperaturen mehrere Tage lang über zehn Grad steigen, herrscht in Deutschland „Zeckenalarm“: Bis jetzt sind 132 Kreise zu Risikogebieten erklärt worden. Deshalb: Arzthelferinnen sollten -in Vorabsprache mit ihrem Arzt- die von Experten empfohlenen FSME-Schutzimpfungen ihren Patienten nahe legen.
FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis (=Gehirnhautenzündung). Nach wie vor nehmen zu wenige Menschen die Impfungen in Anspruch. Auch die bakterielle Borreliose kann von Zecken auf Menschen und Haustiere übertragen werden. Zecken treiben immer stärker ihr Unwesen. Die Gründe für die inzwischen weite Verbreitung der Zecken und der teils sehr schlimmen Folgeerkrankungen sind noch unklar.
Zur regionalen Ausbreitung kommt auch ihre Aktivität hinzu. Eine Untersuchung hat verdeutlicht, dass die Tiere in einigen Regionen, vor allem in Süddeutschland, immer öfter im ganzen Jahr ihr Unwesen treiben. Nach Expertenaussagen ist es deshalb wichtig, sich impfen zu lassen. Das bezieht sich vor allem auf die in Risikogebieten lebenden Menschen. Auch Urlauber sollten vor der Abreise prüfen, ob sie in eine solche Region fahren und dort oft in der Natur unterwegs sind. Weltweit existieren übrigens fast 900 Arten von Zecken. In deutschen Gefilden ist meist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) verbreitet.