GENESA - Gesundheits-Netz Saarlouis
Es stellt sich vor:
Dr. Margit Hasler-Hepp

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Herzkreislauf-Erkrankungen durch Hormonersatz-Therapie

Die so genannten Hormon-Ersatz-Therapien bestehen im Wesentlichen in einer Wiederherstellung des prämenopausalen Östrogenspiegels. Im Jahr 2002 zeigte sich im Rahmen einer groß angelegten Präventionsstudie in den USA, dass eine solche Hormon-Ersatz-Therapie paradoxerweise das kardiovaskuläre Risiko von Frauen verstärkt.
 
Die Mediziner beobachteten eine Zunahme an Herzerkrankungen, Brustkrebs, Hirnschlägen und Gallenblasenerkrankungen. Aufgrund der unklaren Bedeutung von Hormon-Ersatz-Therapien in Bezug auf das kardiovaskuläre Risiko werden sie heute nicht mehr generell als Prävention gegen Herz- und Kreislauferkrankungen empfohlen. Da diese Erkrankungen noch immer die Haupttodesursache für Frauen darstellen, hängt die Akzeptanz einer Hormon-Ersatz-Therapie wesentlich von einem besseren Verständnis der Wirkung von Östrogenen auf das kardiovaskuläre System ab.

Der Grund dafür war bislang unklar, denn bei jüngeren Frauen schützt gerade der höhere Östrogen-Spiegel vor Herzerkrankungen. Gießener Ärzte konnten jetzt erstmals zeigen, wie es zu der schädigenden Wirkung des Hormons kommt: Dr. Rolf Schreckenberg aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klaus-Dieter Schlüter entdeckte, dass Östrogen einen Eiweißstoff verstärkt, der nur im alternden Herzen ungünstig wirkt. 

idw: Justus-Liebig-Universität Gießen


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