GENESA - Gesundheits-Netz Saarlouis
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Es stellt sich vor:
Dr. Ralph Salzmann

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Herzschwäche: Helfen Sportprogramme, fit zu bleiben?

Viele Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche vermeiden körperliche Belastungen. Für bestimmte Menschen ist allerdings eher das Gegenteil sinnvoll: Gezielte Trainingsprogramme können helfen, die körperliche Belastbarkeit zu erhöhen und die Lebensqualität zu steigern.

Herzschwäche ist der Sammelname für eine Reihe von Krankheiten, die die Pumpkraft des Herzmuskels beeinträchtigen. Der medizinische Fachbegriff lautet Herzinsuffizienz. Eine häufige Ursache ist ein früherer Herzinfarkt, aber auch Entzündungen können den Muskel schwächen.

Die Folge der Herzschwäche ist, dass nicht genügend Blut in den Körper gepumpt wird, um den Sauerstoffbedarf der Organe zu decken. Davon ist besonders die Muskulatur betroffen: In schweren Fällen sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, aus dem Bett aufzustehen oder sich selbst anzuziehen. In leichten bis mittelschweren Fällen spüren Patientinnen und Patienten die verminderte Pumpleistung ihres Herzens erst, wenn sie sich anstrengen, also zum Beispiel eine Treppe hoch gehen. Dann werden sie schnell kurzatmig. Diese Erfahrung kann dazu führen, dass Menschen mit einer Herzinsuffizienz ihre körperlichen Aktivitäten einschränken, was die Leistungsfähigkeit noch weiter schwächt - ein Teufelskreis, der die Unabhängigkeit und Lebensqualität stark beeinträchtigt. Von 100 europäischen Menschen mittleren Alters sind bis zu 2 von dieser Erkrankung betroffen (0,5 bis 2 %). In der Altersgruppe der über 65-Jährigen steigt die Anzahl der Erkrankten auf 6 bis 10 von 100 (6 bis 10 %).

Bisher haben Menschen mit Herzschwäche häufig den Ratschlag erhalten, anstrengende körperliche Tätigkeiten zu vermeiden, aus Sorge, dass diese das Herz zu stark belasten könnten. Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche nehmen auch relativ selten an Rehabilitationsprogrammen für Menschen mit Herzkrankheiten teil.


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