Ganzjähriger Heuschnupfen
Während beim ganzjährigen Heuschnupfen (perenniale Rhinitis) Hausstaubmilben ,Schimmelpilze, Bettfedern und Tierhaare die Ursache sind, wird der saisonale Heuschnupfen (Pollinose) durch eine Allergie gegen Windblütler ausgelöst. Je nach Jahreszeit können Hasel, Erle, Birke, Roggen, Beifuß u.s.w. als Allergen fungieren.
Die Organe, die zunächst mit einem windgetragenen Allergen konfrontiert werden, sind die Schleimhäute von Nase und Auge. Als Symptome treten Bindehautrötung, vermehrter Tränenfluß, Augenjucken, Schnupfen und Niesattacken auf. Bei “Etagenwechsel” (Übergang auf die Atemwege), entstehen asthmatische Beschwerden.
Therapiemöglichkeiten:
Die sinnvollste Therapie besteht in der Vermeidungsstrategie, d.h. dem Pollenflug aus dem Weg zu gehen (Wiesen u. Felder meiden, Fenster geschlossen halten).
Eine bedingt kausale Therapie stellt die häufig angewandte Hyposensibilisierung dar (langsame Gewöhnung an das Allergen ); die Behandlung nimmt 3 bis 5 Jahre in Anspruch.
Als sinnvollste Therapie kann die prophylaktische Anwendung von speziellen Nasensprays und Augentropfen (Cromoglicinsäure, Dinatriumsalz) angesehen werden Die Anwendung erfolgt lokal und ist praktisch frei von Nebenwirkungen.
An einem späteren Punkt setzen die Antihistaminika ein; sie können auch bei bereits vorliegenden Symptomen benutzt werden. Nachteile sind in der sedierenden (beruhigenden) Nebenwirkung zu sehen (Konzentrations- und Leistungsverminderung). Bei unzureichender Wirkung der vorgenannten Therapie hilft oft die lokale Anwendung kortisonhaltiger Nasensprays, selten kann eine systemische Behandlung mit Kortison-Tabletten erforderlich werden