GENESA - Gesundheits-Netz Saarlouis
Es stellt sich vor:
Dr. med. Volker Rettig-Ewen

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Was tun bei einer Lactoseintoleranz ?

Sie kennen die unangenehmen Beschwerden, die Ihnen den Verzehr von Milchprodukten schwer machen: Völlegefühl, extreme Blähungen, krampfartige Bauchschmerzen, Koliken oder gar Übelkeit und Erbrechen?
Dann sind Sie sehr wahrscheinlich von einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) betroffen.

Eine Milchzuckerunverträglichkeit – die so genannte Laktoseintoleranz – ist darauf zurückzuführen, dass das Enzym Lactase von unserem Körper nicht ausreichend produziert wird beziehungsweise verfügbar ist. Für die Verdauung von Milch und Milchprodukten ist dieses Enzym jedoch notwendig. Es spaltet die Laktose (Milchzucker) in seine Grundbausteine Glucose und Galactose, damit unser Organismus diesen Nährstoff überhaupt verwerten kann. Die enzymatische Spaltung der Laktose ist somit Voraussetzung für den unbeschwerten Genuss von milchzuckerhaltigen Lebensmitteln.

Bei Fehlen des Enzyms gelangt der Milchzucker ungespalten in die unteren Darmabschnitte und wird dort durch bestimmte Darmbakterien vergoren.Blähungen, Völlegefühl und Durchfall sind die Folgen.

Fast jeder siebte Bundesbürger ist von einer Laktoseintoleranz betroffen. Der damit verbundene Lactasemangel kann genetisch bedingt sein oder im Laufe des Lebens aufgrund anderer Erkrankungen entstehen. Vor allem auch Menschen im höheren Lebensalter klagen nach dem Verzehr milchzuckerhaltiger Lebensmittel über Beschwerden, da die Aktivität des Lactase-Enzyms mit zunehmendem Alter abnimmt.

Damit Betroffene in ihrer Ernährungsweise nicht all zu sehr beeinträchtigt werden, werden verschiedene Hilfen angeboten:

Mit Hilfe von laktosefreier Milch lassen sich auch weiterhin beliebte Milchdrinks und Milchspeisen wie Müsli oder Puddinge genießen.

Eine weitere Hilfestellung bieten Produkte, die die fehlenden Lactase-Enzyme liefern, damit der Milchzucker im Körper des Betroffenen wieder in seine Grundbausteine gespalten werden kann. Somit können auch andere milchzuckerhaltige
Lebensmittel wie beispielweise viele Wurstarten, Tiefkühlgerichte oder Medikamente ohne Beschwerden verzehrt werden.

Informationen zu entsprechenden diätetischen Lebensmitteln gibt es beispielsweise in den Reformhäusern.


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