GENESA - Gesundheits-Netz Saarlouis
Es stellt sich vor:
Michael Dahmen

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Problematik der Nacht und Schichtarbeit

Der normale Tagesablauf unseres Organismus sieht es vor, dass der Körper tagsüber in all seinen Funktionen aktiv ist und während der Nacht sämtliche Abläufe auf Sparflamme geschaltet sind. Kehrt sich dieser Prozess in unregelmäßigen Abständen jedoch um, so wird unser Körper enorm gestresst. Die innere Uhr wird komplett aus ihrem Gleichgewicht gebracht.

Nachtarbeiter bekommen dieses Phänomen unmittelbar zu spüren: Das Herz-Kreislaufsystem arbeitet nicht konstant, so dass sich der Blutdruck und der Puls erhöhen können. Es können sich Schlafstörungen einstellen. Der gesamte Verdauungsapparat der Betroffenen gerät aus den Fugen, denn das Verdauungssystem kann sich nicht auf den ständig wechselnden Essensrhythmus einstellen.

Aus diesem Grunde klagen ca.80% der Nachtarbeiter unter regelmäßigen Magenbeschwerden. Auch die Beeinträchtigungen im sozialen Bereich dürfen nicht unterschätzt werden. Familien- und Freundeskontakte können aus Zeitgründen nicht regelmäßig gepflegt werden.

Wie die BGW im Rahmen einer Studie herausgefunden hatte, werden die Vorschriften für Schichtarbeiter häufig nicht eingehalten: Die maximale Nachtdienstlänge von vier Nächten wird häuufig überschritten, es wird länger als zehn Stunden gearbeitet und das Mindestmaß von zwei freien Wochenenden pro Monat wird oft nicht eingehalten.

Die mit den Unregelmäßigkeiten einhergehenden Beeinträchtigungen wirken sich auch auf den natürlichen Alterungsprozess des Menschen aus und lassen ihn überdurchschnittlich schnell altern
.
Um diesem Prozess entgegenzuwirken, sollten sich die Betroffenen an die folgenden Empfehlungen vom Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité halten:
-Der folgende Arbeitszeitrhythmus sollte möglichst eingehalten werden:
erste Woche Früh-, zweite Woche Spät- und dritte Woche Nachtschicht.
-Während des dazwischen liegenden Schlafes sollte das Schlafzimmer immer ausreichend abgedunkelt und möglichst wenig Lärmquellen ausgesetzt sein.
-Aufputschende Lebensmittel und Genussmittel wie beispielsweise koffeinhaltige Getränke sollten spätestens vier Stunden vor der Schlafenszeit verzehrt werden
-Zur Vorbeugung von Schlafstörungen sollten die Betroffenen lediglich pflanzliche Präparate wie Baldrian, Johanniskraut, Melisse oder Hopfen einnehmen. Andere Medikamente werden nur nach Rücksprache mit dem Arzt empfohlen


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